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Weihnachtsrätsel 2019

Rechtshistorisches Weihnachtsrätsel 2019

Der Gesuchte wurde in der Nähe von Nürnberg als Sohn eines Landrichters geboren. Er besuchte in Nürnberg das Egidien-Gymnasium (das heutige Melanchthon-Gymnasium) eben in jenen Jahren, in denen dieses von dem Philosophen Hegel als Rektor geleitet wurde. Nach dem Vorbild seines Vaters studierte er Jura in Erlangen, wo er auch promovierte und sich habilitierte. Danach begab er sich auf eine längere Bildungsreise quer durch Deutschland, bei der er Bekanntschaft mit vielen Geistesgrößen seiner Zeit machte. Die damals beginnende lebens-lange Freundschaft mit dem fast zwanzig Jahre älteren Savigny sollte für seine weitere Entwicklung von besonderer Bedeutung werden. Nach seiner Rückkehr nach Erlangen lehnte er einen Ruf auf eine Professur an der Universität Dorpat (im heutigen Estland) ab und lehrte zunächst an seiner Heimatuniversität als außerordentlicher Professor. Sein damaliges Wohnhaus in Erlangen ist hier abgebildet.

 

 

Er schloss sich der von Savigny begründeten Historischen Rechtsschule an und wurde einer der bedeutendsten Vertreter ihrer romanistischen Richtung und Wegbereiter der „Begriffsjurisprudenz“. Der Einfluss seiner Schriften auf die Zivilrechtsdogmatik des 19. Jahrhunderts war immens. Nach Stationen in München, Marburg und Leipzig wurde der Gesuchte schließlich Nachfolger Savignys auf dessen Berliner Lehrstuhl und kurze Zeit später auch Mitglied des preußischen Staatsrats und der dortigen Gesetzgebungskommission. Nunmehr auf dem Höhepunkt seines wissenschaftlichen Ansehens angelangt, starb er überraschend im Alter von nur 47 Jahren.

In Erlangen war früher, bis zu einer Umbenennung in der NS-Zeit, der Platz, an dem die Mensa und das Haus des Studentenwerks steht, nach ihm benannt.

Um wen handelt es sich?

Schreiben Sie eine E-Mail mit der richtigen Lösung und Ihrem Namen bis spätestens 18. Dezember 2019 an johannes.ulbricht@fau.de.

Unter allen richtigen Einsendungen wird am 20. Dezember 2019 im Rahmen der Vorlesung „Deutsche Rechtsgeschichte“ ein Exemplar des Buches „Gönner, Feuerbach, Savigny“ verlost. Gewinnberechtigt ist nur, wer bei der Verlosung anwesend ist.